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Inhalt des Kurses

Der Kurs besteht aus 6 Modulen und findet in der Regel an drei ganzen Tagen statt.

Ein grosser Bestandteil des Kurses ist gemeinsames Spielen, Basteln und Essen, Spass und Freude haben. Der Kurs ist kein therapeutisches Angebot, trotzdem wird immer wieder die Möglichkeit geboten, über die Situation der Kinder zu sprechen. Pro Halbtag gibt es eine Sequenz, in denen oft gestellte Fragen und Erfahrungen von Scheidungskinder aufgegriffen und thematisiert werden. Alle Angebote sind immer freiwillig. Wie viel und ob Kinder sich beteiligen und aus ihrem Leben berichten, können sie jederzeit selber bestimmen.

Wer leitet die Kurse?

Der Kurs wird nach dem KiZ- Konzept von freiwilligen, lokalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen durchgeführt. Je nach ihren Erfahrungen und Fähigkeiten bringen sie sich im Kurs ein. Wir legen Wert darauf, dass in jedem Team einige pädagogisch ausgebildete Personen mit dabei sind. Das lokale Team wird durch die Mentoren des Vereins gecoacht.

Themen

Tag 1 Tag 1 “Das bin ich und das ist meine Familie”

Meistens kennen sich die Kinder noch nicht. Mit verschie­denen kleineren und grösseren Aktivitäten lernen sich die Kinder spielend kennen.

In einem weiteren Teil hat jedes Kind die Möglichkeit, seine eigene Familiensituation vorzustellen. Die Kinder merken, dass andere Kinder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Tag 2 “Meine Gefühle und die Frage, wie das nun ist, wenn Papa und Mama nicht mehr zusammenwohnen.”

Am zweiten Tag geht es um Gefühle. Was gibt es alles für Gefühle? Auch die Familiensituation der Kinder kann Gefühle in ihnen auslösen. Hier geht es darum, anzuerkennen, dass Gefühle ganz normal sind und zum Leben dazu gehören.

In einem zweiten Teil gehen wir darauf ein, was sich verändert oder verändert hat. Was machen, wenn man plötzlich zwei Kinderzimmer hat? Oder was tun, wenn man sich hin- und hergerissen zwischen Menschen fühlt, die man doch beide gern hat?

Tag 3 “Bin ich schuld an der Trennung? Was wünsche ich mir für meine Zukunft?”

Die Frage nach der Schuld beschäftigt die Kinder oft. Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass Kinder sich für die Trennung verantwortlich fühlen. Wie oft haben wir in Rückmeldungen der Kinder zum Kurs schon gehört: “Ich habe im Kurs erfahren, dass ich nicht schuld bin an der Trennung meiner Eltern.” Wie schön, wenn Kinder diese Last ablegen können!

Wünsche, Träume ermöglichen einen positiven Blick in die Zukunft. Wir machen uns an diesem Tag Gedanken zu Wünschen. Bei einigen können wir zur Erfüllung etwas beitragen, andere müssen wir loslassen.